"Die ablenkende Macht der Gedanken, mit der sie unsere Wahrnehmung der Gegenwart leicht überlagern, zeigt sich insbesondere in Krisensituationen und Perioden emotionalen Aufruhrs. Aber auch in relativ entspannten Momenten können Gedanken, sobald sie einsetzen, unsere Wahrnehmung von der Gegenwart abziehen. (...) Achten Sie darauf, wie viel Zeit des Tages Sie damit verbringen, an Vergangenes oder Zukünftiges zu denken. Möglicherweise schockiert Sie das Ergebnis."

 - Jon Kabat-Zinn -


Typischer Ablauf eines 8-Wochen MBSR-Kurses


Der 8-wöchige MBSR Kurs ist so gestaltet, dass die Teilnehmer systematisch an die Achtsamkeitspraxis herangeführt werden. In Form von praktischen Achtsamkeitsübungen  wird die achtsame innere Haltung direkt erfahrbar gemacht. Durch die Übungen wird Klarheit, die zur tiefen Selbsterkenntnis führt, erlangt. Das Kultivieren von Mitgefühl mündet in einer tiefen Annahme der Realität wie sie nunmal ist. Und durch die achtsame Haltung entsteht eine Wahlfreiheit, die eine Veränderung ermöglicht. Im Inneren und Äußeren.

 

Zusätzlich zu den Achtsamkeitsübungen werden theoretische Hintergründe zur Funktionsweise der menschlichen Wahrnehmung, dem Stresserleben, der Emotionsregulierung sowie der achtsamen Kommunikation besprochen. Ergänzt werden die Kursabende durch eine tägliche Übungspraxis zu Hause, für die eine starke Eigeninitiative der Teilnehmer unabdingbar ist.

Der MBSR Kurs läuft über einen Zeitraum von 8 Wochen.

 

Es finden wöchentliche Termine über 2,5 h statt, in denen in der Gruppe verschiedene Meditationen angeleitet werden. In (Klein)Gruppen werden unter Anleitung die in der Meditation gemachten Erfahrungen reflektiert. Zwischen Woche 6 und Woche 7 findet der 6-stündige Achtsamkeitstag statt.

 

Die tägliche Achtsamkeitspraxis zu Hause unterteilt sich in so genannte formale und informelle Praxis.

 

Die formale Praxis besteht aus achtsamen Übungen wie dem Bodyscan, der Sitzmeditation, einfachen Yogaübungen und der Gehmeditation. Dafür werden ca. 60 Minuten täglich aufgewendet. 

 

Die informelle Praxis besteht aus in den Alltag eingestreuten Achtsamkeitsübungen wie beispielsweise bestimmte Gehstrecken achtsam zurücklegen, achtsames Essen oder das achtsame Beobachten der eigenen Stressreaktionen und dazugehörigen emotionalen Schleifen.